Angesichts der unfassbaren Geschehnisse im Osten Europas drängt die Heilbronner SPD auf schnellstmögliche Hilfe für Menschen aus der Ukraine, die aufgrund des Putin-Krieges ihr Heimatland verlassen. „Wir bitten die Stadtverwaltung, schnellstmöglich Kapazitäten für die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine zu schaffen und dabei im Blick zu haben, dass es sich fast ausschließlich um Frauen und Kinder handeln wird“, so Rainer Hinderer, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion.

Dabei solle auf die Strukturen der insbesondere seit 2015 bestehenden Flüchtlingshilfe zurückgegriffen werden. Damals sei es auch gelungen, zahlreiche Privatwohnungen zu akquirieren, die sich für diese Zielgruppe besonders eigneten. Einen entsprechenden Antrag hat sie SPD-Fraktion am Sonntag an die Stadtverwaltung gerichtet.

Tanja Sagasser-Beil, Stadträtin und Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Heilbronn, liegen besonders die Kinder am Herzen. Kinder könnten gezielt aufgenommen werden, so wie es einige Städte mit ukrainischen Partnerstädten (z.B. Freiburg) bereits getan hätten. „Wir wollen den Kindern in diesem akuten Kriegszustand Halt geben. Deswegen ist es wichtig, dass sie direkt an Angeboten wie Kindergarten, Schule und Sport teilnehmen können.“ Auch sei es denkbar, im Sommer Kinder zu den dann hoffentlich wieder stattfindenden Heilbronner Kinderfreizeiten einzuladen. Dies habe es auch in der Vergangenheit schon gegeben.

„Wir verurteilen den Angriff Putins auf Schärfste und solidarisieren uns mit den unschuldigen Menschen, die in der Ukraine um ihr Leben und das ihrer Familie bangen“, so Sagasser-Beil weiter. „Wir wollen aber nicht nur solidarisch sein, sondern auch aktiv und schnellstmöglich helfen.“