Über die Lage in der Ukraine diskutierte in dieser Woche auch der Kreisvorstand der Heilbronner SPD. Dabei kam die Idee auf, eine Partnerschaft mit einer Stadt in der Ukraine anzustreben. „Wir sehen darin ein Signal der Hoffnung und Hilfsbereitschaft in dieser schweren Zeit“, erläutert Tanja Sagasser-Beil, Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Heilbronn-Stadt. Auch wenn eine formale Städtepartnerschaft nicht von heute auf morgen geschlossen werden kann, so könne doch in einer Vorstufe politischer und vor allem zivilgesellschaftlicher Austausch stattfinden.

Außerdem könnten Hilfsangebote aufgebaut werden, die den Menschen zugutekommen, die keine Möglichkeit zur Flucht haben und nun direkt unter den Auswirkungen des Kriegs leiden. Auch die Nachkriegszeit werde von Elend und Not geprägt sein und Heilbronn könne dann einer Kommune und den dort lebenden Menschen gezielt helfen und z.B. Kinder und Jugendliche nach Heilbronn einladen.

Sagasser-Beil nimmt dabei auch Bezug auf die heute intensive Städtepartnerschaft Heilbronn-Solothurn, die ihren Ursprung in einer vom Kanton Solothurn eingerichteten Suppenküche für die notleidende Heilbronner Bevölkerung im Jahr 1924 hat. Der Kreisvorstand der Heilbronner SPD bittet die Heilbronner Stadtverwaltung, eine geeignete Kommune zu suchen, die kurzfristig unterstützt und mittelfristig zu einer Partnerstadt werden könnte.